Frühjahrsmüdigkeit

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Eigentlich sollte man sich freuen: Nach monatelanger Zurückhaltung lässt sich die Sonne endlich wieder blicken und wartet nur darauf, erste Frühlingsgefühle zu wecken – doch leider ist einem selbst gar nicht danach zumute. Untersuchungen zeigen, dass rund 50 bis 60 % der Europäer an dem leiden, was wir hierzulande unter dem Begriff „Frühjahrsmüdigkeit“ kennen.

Das Phänomen Frühjahrmüdigkeit

Es ist schon etwas komisch: Während die Natur um ums herum erblüht und die Tiere aus dem Winterschlaf erwachen, möchten der Mensch am liebsten selbigen für sich in Anspruch nehmen. Scheinbar völlig ohne Grund befällt uns eine eigenartige Müdigkeit, die mit einem ausgeprägten Schlafbedürfnis einhergeht. Auch Antriebslosigkeit, Probleme mit dem Kreislauf oder eine erhöhte Reizbarkeit können als Begleiterscheinungen der Frühjahrsmüdigkeit auftreten. Doch wieso reagiert der Körper so stark auf den Frühlingsbeginn?

Die „innere Uhr“ umstellen

Experten bezeichnen die Frühjahrsmüdigkeit als eine „Verzögerung der biologischen Uhr“: Der Stoffwechsel kommt zwar wieder in Schwung, passt sich jedoch langsamer an die Veränderungen in der Umwelt an. Gleichzeitig ist die Umstellung von der Winter- auf die Frühjahrssaison eine Anstrengung für den Organismus, der zu verschiedenen Zeiten des Jahres anders funktioniert. Durch den Temperaturanstieg müssen sich die Blutgefäße ständig erweitern und verengen – ein Kraftaufwand für den Körper. Gleichzeitig produziert dieser vermehrt Endorphin, Testosteron und Östrogen. Durch den Anstieg der UV-Strahlung wird auch mehr vom Glückshormon Serotonin ausgeschüttet, wohingegen die Produktion des Schlafhormons Melatonin reduziert wird. Trotz Glücksgefühl wird der Körper durch die hormonelle Umstellung stark belastet und reagiert mit Müdigkeit.

Willkommen im Frühling!

Dennoch sprechen Fachleute bei der Frühjahrsmüdigkeit nicht von einer Krankheit, sondern eher einer Befindlichkeitsstörung. Beruhigend ist, dass es etwa einen Monat dauert, bis sich der Körper an die neuen Bedingungen anpasst – und wir ihn dabei aktiv unterstützen können! So können Kopf- oder Muskelschmerzen aufgrund eines allgemeinen Mangels an Vitaminen und Mineralstoffen entstehen. Neben viel frischem Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornbrot und leicht verdaulichen Eiweißen kann auch ein Energietonikum eine sinnvolle Nahrungsergänzung darstellen. Eine erhöhte Reizbarkeit und reduzierte Stressresistenz können auf einen Magnesiummangel hinweisen, während bei ausgeprägten Müdigkeitserscheinungen häufig ein Eisenmangel vorliegt. Wem jetzt in Folge des saisonalen Haarausfalls vermehrt die Haare ausgehen, greift am besten zu Zink.

Schritt für Schritt fit

Zeitgleich arbeiten die ersten von uns schon fleißig an der Bikinifigur. Ein guter Einstieg, um im Sommer in Form zu sein, ist Detox. Dabei wird auf belastende Nahrungsmittel, Nikotin und Alkohol verzichtet und mit speziellen Anwendungen und Speisen die Entgiftung vorangetrieben. Das bringt auch den Säure-Basen-Haushalt wieder in sein Gleichgewicht. Unterstützend können Nahrungsergänzungsmittel mit basischen Mineralstoffen eingenommen werden. Und spätestens jetzt gibt es auch keine Ausreden mehr beim Sport: Wer besonders motiviert ist und Vollgas gibt, kann seine Immunabwehr mit speziellen Präparaten gegen Infekte schützen.


Quelle: medicalpress.de; Foto: fotolia / Tomsickova 

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