Ayurveda in der kalten Jahreszeit

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Ayurveda ist ein ganz spezifisches Gesundheits-Vorsorge-System. Wer seine persönliche Konstitution kennt, kann sehr genau erkennen, wann er im Gleichgewicht ist und wann er Disharmonien auszugleichen hat. Hier liegt die hohe Schule des Ayurveda. Wer dieses Wissen nicht hat, dem empfehle wir, im Seminar „Ayurveda-Basics“ der Ayurvedaschule im Rosenschloss die eigene Konstitution zu erfahren.
Unabhängig davon können auch einige allgemeine Regeln im Lebensstil wie in der Ernährung dazu beitragen, dass man sich entsprechend der Jahreszeit wohler fühlt. Herbst und beginnender Winter haben die Eigenschaften kalt, trocken, windig. Dies bringt Vata sehr schnell ins Ungleichgewicht.

Typische Vata-Disharmonien sind z.B.

  • Frieren – z.B. kalte Hände und Füße
  • Trockenheit – Hände, Füße, Haut
  • Unkonzentriertheit, schlechtes Schlafen, hier ist oft das Durchschlafen gestört.
  • Veränderliches Stuhlgang-Verhalten – ganz typisch sind bei Vata-Störungen Blähungen, Krampfneigung, aufgetriebener Bauch.
  • Innere Unruhe
  • Gelenkbeschwerden
  • Muskelverspannungen – sicher, viele Menschen haben dies berufsbedingt das ganze Jahr. Jetzt im Herbst und Winter ist der Körper dafür aber noch anfälliger.

Wichtige Prinzipien, die Vata ausgleichen können:
Wärme, Öl, nährende Behandlungen und entsprechende Nahrungsmittel, die wärmend und nährend sind. Aber auch ein angepasster Lebensstil kann die Gesundheit sehr fördern.

Tipps für bessere Vata-Doshas

Warme Getränke
heißes, abgekochtes Wasser, Ingwertee, indischen Gewürztee und Tees, die den Stoffwechsel aktivieren. Ein paar Spritzer Zitrone und 1 Löffel Honig kann die Wirkung noch verstärken.

Warme Mahlzeiten
Für die meisten Inder ist es ganz natürlich, dass die Mahlzeiten überwiegend warm sind, obgleich es dort meist deutlich wärmer ist als bei uns. Für uns im Westen dagegen sind vor allem das Frühstück und das Abendessen meist kalt. Aber warmes Frühstück und warmes Abendessen können Vata-Störungen deutlich verbessern.

Wärmende Gewürze und reinigende Kräuter
Wärmende und scharfe Gewürze sind z.B. Zimt, Ingwer, Chili, brauner Senfsamen, indischer Langpfeffer. In unserer westlichen Küche sind diese Gewürze heute zwar im Kommen, sie werden aber bei weitem noch nicht in jedem Haushalt genutzt.
Daraus zubereitete Tees, aber auch herzhafte Gemüse-Gerichte und Suppen, helfen, dass der Organismus in der kalten Jahreszeit viel besser arbeiten kann.

Ein wichtiges „Gewürz“ bzw. Heilmittel ist im Ayurveda „Trikatu“. Es besteht aus 3 scharfen Gewürzen. Ingwer, schwarzer Pfeffer und indischer Langpfeffer sind in gleichen Anteilen gemischt. Diese drei Gewürze können als Gewürze in den Mahlzeiten eingesetzt werden, aber auch als Umstimmungsmittel in Pulverform oder als Kapseln eingenommen werden. Diese Gewürzmischung regt die Verdauungskraft enorm an und stärkt das Immun- und das Entgiftungs-System. Ein gutes Immun- und Entgiftungs-System ist ein großer Garant für Gesundheit im Herbst wie im Winter. Wem diese Mischung im Essen zu scharf ist, der kann auch auf Kapseln ausweichen – Hauptsache, der Körper und die Immunkraft wird auf Vordermann gebracht.

Rasayana-Kur – Panchakarma Kur

Regenerationskuren und Reinigungskuren sind natürlich noch das I-Tüpfelchen, was man für sich und seine Gesundheit tun kann. Das gilt vor allem dann, wenn auch schon Stoffwechselstörungen vorhanden sind. Einige Tage Entspannung, Regeneration und Aufbau der Lebenskräfte sollten im Herbst und Winter eingeplant werden, wie man ganz modern ausdrücken kann: „must have“. Damit entgeht man der jahreszeitlich bedingten Energielosigkeit. Gleichzeitig kann man sich auf diese Weise auch die Ausscheidungskrisen wie Erkältungskrankheiten, Grippe und später Frühjahrsmüdigkeit ersparen.
Sind bereits Krankheiten vorhanden, kann eine Panchakarma Kur ratsamer sein. Bei ihr wird auf eine ganz spezifische und individuelle Weise der Körper gereinigt. Vorhandenes Ama (Säuren und Ablagerungen) werden aus dem Körper ausgeleitet, die Verdauungs- und Immunkraft wird gestärkt, was wiederum mehr Energie bedeutet. Hierfür sollte man aber schon 14 Tage einplanen.

Der Winter mit seinen Tücken

Kapha regiert den Spätwinter und das beginnende Frühjahr.
Die Eigenschaften dazu sind nass, kalt, schwer, träge. Bedingt durch die lange Dunkelheit und das ungemütliche Wetter ist bei ganz vielen Menschen wenig Bewegung angesagt. Zusätzlich bringt das schwere und gehaltvolle Essen an den Weihnachtsfeiertagen seinen Beitrag zu den Ungleichgewichten, die im Winter entstehen.

Typische Ungleichgewichte von Kapha

  • Depressiv sein (durch die kurzen Tage)
  • Schwere – Übergewicht
  • Anfälligkeit für Erkältungen – mangelnde Immunkraft
  • Verschleimungen – Erkältungskrankheiten
  • Wassereinlagerungen (Ödemen)

Hier heißt es rechtzeitig vorbeugen, das heißt schon im beginnenden Winter gegensteuern durch mehr Bewegung und an den Festtagen achtsamer sein mit dem gehaltvollem Essen.
Hat man diese Vorsätze aber nicht eingehalten, dann heißt es spätesten im Januar, die Reißleine zu ziehen und das „Zuviel“ wieder aus dem Körper ausleiten.

Nach Ayurveda sind folgende Maßnahmen sinnvoll:
Fasten, Rasayana-Kuren, eine Panchakarma Kur oder auch Ayurveda- Kur zum Abnehmen. Auch eine Stoffwechsel-Messung kann sehr hilfreich sein, um zu erkennen, warum diese Ungleichgewichte entstanden sind – dann sind die Ursachen leichter zu erkennen. Und nach Ayurveda ist das „weglassen der Ursachen“ der erste und wichtigste Schritt, um Gesundheit zu initiieren.

Zusätzliche Empfehlungen sind:

  • Mehr Bewegung
  • Warme, gewürzte und leichte Mahlzeiten
  • Ingwertee oder auch der Chai-Tee, der vorher schon beschrieben wurde.

Wer Anregungen braucht für sich, seinem Körper und für ein „Mehr“ an Gesundheit, dem sind Gesundheits-Seminare zu empfehlen, damit die Motivation steigt, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Beispielhaft hierfür sind die Seminare „Ayurveda-Kochkurs“ und „Ayurveda-Basics“ der Ayurvedaschule im Rosenschloss. Diese vermitteln das Grundlagenwissen des Ayurveda und erleichtern so, Ayurveda mit mehr Leichtigkeit ins eigene Leben zu integrieren.

Fazit

Im Herbst und Winter kann man vorbeugend vieles tun, um gesund und fit zu bleiben. Aus ayurvedischer Sicht werden im Herbst und beginnenden Winter insbesondere das Vata-Dosha und im späten Winter das Kapha-Dosha erhöht.

Die entsprechenden gesundheitlichen Probleme können vermieden werden, wenn man rechtzeitig vorbeugt. Nach Ayurveda sind die Rasayana Kur und die Panchakarma Kur gute Maßnahmen, um Krankheit und Energielosigkeit zu vermeiden und um die Immunkraft zu stärken. Ayurvedische Massagen können aber auch ein wundervolles Verwöhn-Programm sein, um sich die „dunkle“ Jahreszeit gesund zu versüßen. Diese sind auch wunderschöne Geschenke um diese an Weihnachten zu verschenken oder um sie geschenkt zu bekommen.

Nach Ayurveda ist jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Ayurveda-Seminare können hier die richtige Anleitung sein, um den roten Faden des Ayurveda zu erkennen und um Ayurveda bewusst ins Leben zu integrieren.

www.ayurveda-rosenschloss.de

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