Gelassen durch den Herbst

Vier Übungen gegen den Corona-Blues

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Ein halbes Jahr leben wir schon mit dem Corona-Virus, so richtig gewöhnt hat sich kaum einer daran. Widersprüchliche Informationen, unvorhersehbare, künftige Entwicklungen und Einschränkungen schüren immer wieder Unsicherheit und Zukunftsängste.

„Der Mensch hat ein angeborenes Bedürfnis nach Sicherheit und Selbstwirksamkeit“, sagt Karima Stockmann, Bestseller-Autorin und Stressmanagement-Trainerin. „Sind diese Grundbedürfnisse in Gefahr, schlagen Körper, Geist und Seele Alarm.“ Um die für viele Menschen doch sehr angespannte Situation zu entschärfen, hat sie vier Übungen zusammengestellt, die jeder einzelne von uns machen kann, um sich selbst zu entlasten. “Es ist wichtig, sich gezielt den Bereichen des Lebens zu widmen, die wir immer noch selbst in der Hand haben, zum Beispiel der eigenen Selbstfürsorge. Wir können eigenverantwortlich dafür sorgen, uns immer wieder kleine, kraftvolle Wohlfühlmomente zu kreieren. Das stärkt das Selbstvertrauen, die Nerven und die körpereigene Abwehr gleich mit dazu”, so Stockmann.

Körper und Geist mit einer Kraft-Dusche entspannen

„Achtsames Duschen dauert nicht mehr Zeit als sonst“, so Stockmann. „Es geht nur darum alle seine Sinne wirklich auf das Duschen zu konzentrieren. Ist der Boden kalt oder warm? Wie fühlt sich die Temperatur des Wassers an? Was für ein Gefühl hinterlässt die Seife auf der Haut? Wonach riechen Shampoo und Duschgel?
Eine kleiner Kopfmassage während des Shampoonierens trägt zu weiteren Entspannung bei. Mit der Zeit lassen sich immer mehr Details wahrnehmen. Das Einatmen der feuchten Luft. Die Entspannung im Nacken. Mit ein bisschen Übung wird achtsames Duschen zu einem echten Geschenk im sonst oft stressigen Alltag“, erklärt die Mutter einer kleinen Tochter, die genau weiß, wie oft im Alltag die Selbstfürsorge auf der Strecke bleibt.

Die Nerven mit der Medien-Challenge schonen

Im Durschnitt sitzen die Menschen hierzulande 3,5 Stunden vor dem Fernseher. Hinzu kommen die Nutzung sozialer Medien, Handynutzung und die Arbeitszeit am Computer. Wichtig zu wissen: Fiktion im Film wirkt auf das Gehirn ähnlich wie das echte Leben. Bei Szenen mit Gewalt werden im Gehirn ähnliche Regionen aktiviert, wie wenn der Zuschauer sich wirklich in Gefahr befindet. Karima Stockmann rät deshalb: „Es lohnt sich, einmal den gesamten Medienkonsum detailliert aufzuschreiben und dabei auch darauf zu achten, welche Arten von Inhalten konsumiert werden. Ist viel Gewalt und Action dabei, lohnt es sich, eine Zeit lang auf ein ruhigeres Programm zu setzen. Insgesamt empfehle ich, beispielsweise einen Monat lang den Medienkonsum zu reduzieren. Und dann einfach Mal schauen, was passiert.“

Das Gedankenkarussell mit Gehirnjogging stoppen

Viele Menschen haben bereits einen Weg gefunden, ihr persönliches Gedankenkarussell zu stoppen. Sei es beim Sport, Musizieren oder dem Hören eines Hörbuches. Wenn keine dieser Optionen möglich ist, lässt sich das Gedankenkarussell auch ganz ohne Zubehör stoppen.
Karima Stockmann rät in ihrem Buch „Ich bin ganz bei mir selbst“: „Tippe mit dem Finger des rechten Daumens nacheinander an alle Fingerspitzen der gleichen Hand. Beginne mit dem Zeigefinger und führe die Übung bis zum kleinen Finger fort. Begib dich anschließend „auf den Rückweg“. Mache nun das gleiche mit der linken Hand. Jetzt dürfen beide Hände gleichzeitig üben und wieder mit dem Antippen des Zeigefingers starten.“
Das war die Aufwärmübung. Das richtige Gehirnjogging geht so: „Tippe wie zuvor mit der rechten Hand alle Finger durch und beginne wieder beim Zeigefinger. Mit der linken versuchst du es jedoch gleichzeitig in umgekehrter Reihenfolge und startest mit dem kleinen Finger.“

Die Seele mit dem Dankbarkeits-Ritual stärken

„Ein Glückstagebuch ist ein wunderbares Ritual, um morgens gut in den Tag zu starten“, erklärt Karima Stockmann. „Einfach jeden Morgen (oder auch abends) fünf bis zehn Minuten aufschreiben, wofür man gerade dankbar ist. Das schöne Wetter, ein Telefonat mit einer guten Freundin, eine erledigte Aufgabe, das leckere Frühstück. Wer regelmäßig aufschreibt, wofür er oder sie dankbar ist, wird nachweislich die eigene Zufriedenheit steigern.“

buch_stockmannBuchtipp

Die vier ausgewählten Übungen sind in Karima Stockmanns Buch „Ich bin ganz bei mir selbst – Mein Mitmachbuch für mehr Achtsamkeit“ ausführlich nachzulesen.  Am 5. Oktober erscheint ihr erster Achtsamkeits-Adventskalender:“ 24 x ich bin ganz bei mir selbst”. Mehr über Karima Stockmann gibt es auf den Webseiten: www.karima-stockmann.info und www.lebensfreude-heute.de

 

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