Sieben Ideen für ein nachhaltiges Weihnachten

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Für viele von uns ist Weihnachten das Fest der Liebe, es steht für Zusammensein, Ruhe, Geborgenheit, Zeit mit den Liebsten verbringen, Entschleunigung und Zuhause sein. Wenn wir aber mal die Karten auf den Tisch legen, müssen wir auch zugeben, dass Weihnachten ein ziemlich krasses Konsumfest ist.

Der Einzelhandel lockt mit unglaublichen Angeboten und Rabatten, wir essen dekadent, kaufen tonnenweise Geschenke, verschwenden Unmengen Strom mit der ganzen Beleuchtung und ist Weihnachten erst mal vorbei, fallen unzählige tote Bäumchen und Müll an, was sicherlich zu einem Teil vermieden werden kann.

Ich versuche immer wieder Dinge in meinem Leben zu ändern und so nachhaltig, wie es für mich derzeit möglich ist, zu leben. Auch in diesem Jahr habe ich einige Gewohnheiten umgekrempelt und als ich an die kuschelige Zeit des Jahres dachte, fragte ich mich: wie nachhaltig kann ich das Fest der Liebe gestalten und trotzdem die Weihnachtsatmosphäre genießen? Auf welche Dinge kann ich leicht verzichten? Wo kann ich vielleicht sogar noch Geld sparen? Bei meiner Recherche bin ich auf viele interessante Blickwinkel und Tipps gestoßen, von denen ich die für mich Interessantesten mit euch teilen möchte. Die Klassiker wie Deko aus Naturmaterialien hab ich bewusst außen vor gelassen, denn davon findet man ohne langes Suchen großartige Inspirationen online.

1. Besser schenken

Im Oktober, spätestens im November beginnt das alljährliche Grübeln “was schenke ich wem zu Weihnachten?” Nicht jeder Mensch ist so einfach zu beschenken und um ehrlich zu sein: manchmal verschenken wir auch ziemlichen Mist. Da ist es oft besser lieber gar nichts zu schenken oder sich nochmal richtig Gedanken zu machen.

Nachhaltige Geschenke
Eine Idee für Geschenke mit Mehrwert sind auf jeden Fall nachhaltige Geschenke, die alltägliche, nicht ganz so ökologische Produkte, ersetzen. Bestimmt habt ihr Menschen in eurem engeren Kreis, die vielleicht auch gerne ein paar Kleinigkeiten in ihrem Leben umkrempeln würden, aber einfach keinen Anfang finden. Macht ihnen den Einstieg leichter und verschenkt doch einfach nachhaltige Alternativen für den Alltag – dann gibts keine Ausreden mehr und am Ende benutzen sie die neuen Produkte bestimmt eh viel lieber. So ging es mir zumindest. Bin immer noch ganz verliebt in meine feste Rasierseife. Die Liste der Möglichkeiten ist lang: vom Klassiker der Bambuszahnbürste über einen Rasierhobel, Bienenwachstücher, Edelstahlstrohhalme bis hin zu fester Seife. Hier gibt’s für jeden zu Beschenkenden je nach Vorlieben und Interessen eine passende Option. Wenn man ein paar Kleinigkeiten findet, lassen sich diese auch super zu einem hübschen Geschenkset verpacken.

DIY – mit Liebe selbstgemacht
Dazu musst du kein Vollprofi sein – im Netz kursieren unglaublich viele, sehr einfache Tutorials, gerade was Beautyprodukte wie Badesalz, Cremes und Öle angeht. Ich habe meinem Freund mal zu Weihnachten selbstgemachten Bartbalsam geschenkt und seitdem fragt er immer wieder nach neuem (ich denke dieses Weihnachten ist es mal wieder soweit). Wenn Produkte fürs Bad nicht so angesagt sind, kann man auch einfach mal Plätzchen und Kekse backen, Liköre selber machen, Windlichter verzieren oder ein Fotoalbum gestalten. Mir sind selbstgemachte Geschenke immer sehr wichtig und viel lieber als alles andere, weil ich weiß, die Person hat Zeit und Liebe investiert.

Zeit ist Geld – darum ist sie auch so viel wert
Apropos Zeit: sind wir mal ehrlich; in unserer schnelllebigen, digital vernetzten Welt ist doch Zeit mittlerweile ein viel wichtigeres Gut geworden als materielle Geschenke. Wieso also den Liebsten nicht etwas davon schenken? Ein gemeinsamer Wanderausflug in die Natur, Kino- oder Theaterkarten, ein gemeinsamer Wohlfühltag mit Essen gehen, Stadtbummel usw. Wählt man ein paar kleinere Aktivitäten, lässt sich das auch in Form von Gutscheinen verschenken, die die beschenkte Person einfach einlösen kann, wenn ihr danach ist.

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2. Nachhaltig verpacken

Geschenk im Geschenk
Das passt zwar nicht bei jedem Geschenk, ist aber wunderbar geeignet für kleinere Geschenke. Die lassen sich beispielsweise in Socken und Handschuhe stecken oder mithilfe von Furoshiki in Tücher oder Schals verpacken.

Altes recyceln – Geschenk- und Zeitungspapier oder Online-Shopping-Kartons
Geschenkpapier an sich ist bekanntlich ziemlich unnütz, da man damit viel Müll für ein bisschen Überraschungseffekt produziert. Aber man munkelt, es gäbe Menschen, die ihre Geschenke so vorsichtig auspacken, dass man das Geschenkpapier wiederverwenden kann – das macht das ganze gleich ein bisschen nachhaltiger. Den Klassiker, den ich vor allem aus Filmen kenne, ist einfach Zeitungspapier zu verwenden – kann auch recht stilvoll aussehen und es erfüllt seinen Zweck: die Überraschung.
Hand aufs Herz: jeder von uns bestellt immer wieder mal was online, auch wenn es oft sicher ökologischere Möglichkeiten gäbe. Ich hebe den ganzen Verpackungsmüll auf und nutze die Kartons und das Füllmaterial dann entweder wenn ich selber mal Pakete verschicke oder auch um Geschenke zu verpacken. Da die Größen variieren sind sie perfekt für alle Größen von Präsenten geeignet.

Julias kreative Methoden
In unserer letzten Ausgabe hatten wir einen sehr informativen Artikel zum Thema “Nachhaltig verpacken” mit Bloggerin Julia von juliatothefullest.com. Darin findet ihr auch nochmal ein paar nachhaltige und vor allem kreative Methoden, die auch noch super verständlich anhand von Bildern erklärt werden: www.aktivundgesund.biz/bloggerin-julia-von-juliatothefullest-com

3. Das Wahrzeichen Weihnachtens: der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum ist für uns alle eines der schönsten Weihnachts-Symbole und für viele von uns unverzichtbar. Jedes Jahr als Kind durfte ich ihn zusammen mit meiner Mama schmücken. Bei uns stand der Baum immer zentral im Wohnzimmer, die Familie drum herum kuschelnd auf dem Sofa. Das strahlte alles so eine heimelige Gemütlichkeit aus, die ich heute in unserer hektischen Welt oft vermisse. Und während ich so darüber nachdenke, frage ich mich, wo wir unsere Bäume eigentlich immer her hatten? Kann so ein Baum denn überhaupt nachhaltig sein und welche Unterschiede gibt es?

Bio-Bäumchen
Die erste Alternative, die einem einfällt ist natürlich ein Bio-Bäumchen. Tatsächlich sind diese nicht wirklich teurer als der 0815-Weihnachtsbaum und auf jeden Fall nachhaltiger, da sie den Bio-Kriterien unterliegen: somit muss auf Pflanzengifte, Mineraldünger und Co. verzichtet werden. Wie immer gilt: Bitte auf das entsprechende Bio-Siegel achten.

Weihnachtsbaum vom Nachbarn – Regionale Bäume
Ein Tannenbaum, egal in welcher Größe, ist nichts handliches, was man easy transportieren kann. Deshalb lautet auch hier wieder die Devise: “nur regional ist genial!”

Gut zu wissen: 90 % unserer Weihnachtsbäume werden zum Glück sowieso schon in Deutschland angebaut. Allerdings stammen davon nur 15 % wirklich aus einem Wald. Der Rest wird in der Regel auf Plantagen angebaut, wo eben oft auch gespritzt wird und das ist natürlich wieder eine Belastung für unser Ökosystem. Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass bei mir direkt im Ort Weihnachtsbäume angepflanzt und verkauft werden ganz ohne Pestizide. Sich informieren lohnt sich also, vielleicht ist der nächste Local-Christmas-tree-Dealer nicht weit von euch.

Man kann übrigens auch beim Forstamt nachfragen, denn es fallen auch immer wieder Bäume an, die beispielsweise sowieso geschlagen werden müssen. Damit unterstützt man regionale Forstbetriebe und spart unnötige Transportwege ein.

Und warum jetzt kein Plastikbaum?
Vorweg: damit konnte ich mich persönlich nie anfreunden. Bei vielen ist hier der erste Gedanke “Plastik kann man ja wiederverwenden und was man wiederverwendet ist nachhaltig.” Soweit so gut. ABER: In der Regel kommen diese Plastikbäume aus dem Ausland, heißt wir haben wieder lange Transportwege und wie so oft werden sie größtenteils billig produziert, was schlechte Arbeitsbedingungen bedeutet. Und bleiben wir mal realistisch: früher oder später landet dieser Plastikbaum doch im Müll.

Bäumchen mieten
Eine richtig tolle Möglichkeit! Einfach einen Weihnachtsbaum im Topf mieten, schön dekorieren, Weihnachten feiern und anschließend wieder zurückgeben und einpflanzen lassen. Win-win oder? Allerdings muss man hier gut aufpassen, denn wenn sich die Bäume erst mal an das warme Wohnzimmer-Klima gewöhnt haben, können diese draußen recht schnell verenden. Deshalb ist es wichtig, sie langsam umzugewöhnen, beispielsweise im Keller oder der geschützten Garage.

Kein Baum – kein Problem?
Eine ganz andere Alternative ist ganz einfach auf den Baum zu verzichten. Stattdessen kann man sich ein kleines DIY-Bäumchen mit losen Ästen oder Tannenzweigen basteln. Einfach in eine Vase drapieren, ein bisschen Baumschmuck, eine Lichterkette dazu und fertig ist der DIY-Weihnachtsbaum.

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4. Jeden Tag ein bisschen Weihnachten: der Adventskalender

Ich muss zugeben: als Kind hatte ich immer zwei Adventskalender; einen selbstgemachten von meiner Mama mit meinen Lieblingssüßigkeiten und einen Standardkalender aus dem Handel mit Schokolade von meinem Opa. Damals hab ich beides heiß und innig geliebt aber darauf möchte ich gerne in Zukunft verzichten. Wir wären nicht in 2020 wenn es mittlerweile nicht, wie zu anderen Themen auch, viele wunderbare Alternativen gäbe. Denn diese fertigen Supermarktkalender zu kaufen ist nicht nur nicht ökologisch, sondern auch echt out. Der Adventskalender wird für mich immer zu Weihnachten dazu gehören weil ich Überraschungen liebe, aber auch der Adventskalender entwickelt sich weiter.

Der DIY-Adventskalender
Die schönste aber vermutlich auch aufwendigste Alternative ist natürlich wie immer die DIY-Variante. Der Kalender meiner Mama besteht aus 24 stabilen Papier-Säckchen, die sich jedes Jahr wieder aufs neue mit tollen Überraschungen und Leckereien befüllen lassen. Solche Adventskalender findet man Zuhauf online und auch im lokalen Handel. Eine weitere Möglichkeit ist die einzelnen “Türchen” auch selbst zu basteln, beispielsweise aus alten Kartonagen, Packpapier, Geschenkpapier-Resten oder auch leeren Toilettenpapierrollen. Wer nähen kann, kann auch prima alte Stoffreste dafür verwenden. So ein kunterbunter Adventskalender macht auf jeden Fall gute Laune. Aber womit füllt man das Ganze? Nun, nicht ganz so nachhaltig wäre eine Variante mit den Lieblings-Leckereien aus dem Handel… aber sowas lässt sich auch sehr gut selber machen als Pralinen oder selbstgebackene Plätzchen. Es eignen sich auch weitere DIY-Projekte wie selfmade Öle, Badesalz, Liköre, Bartbalsam, Weihnachtsdeko… Oder vielleicht auch Fairtrade-Varianten von Produkten wie Kerzen, Seife oder ein Mix aus verschiedenen Teesorten. Eine ganz andere Alternative wäre den Kalender noch viel persönlicher zu gestalten mit alten Fotos, an die sich der Beschenkte vielleicht gar nicht mehr erinnert, kleine Gutscheine, lustige Anekdoten, an die man gerne zurückdenkt, positive Sprüche und Ähnliches.

Fertige Bio- und Fairtrade-Kalender
Neben den Standard-Adventskalendern gibt es im Handel mittlerweile eine echt große Auswahl an Bio- und Fairtrade-Adventskalendern mit vielen verschiedenen Füllungen: von fairer Schoki, Pralinen, Kuvertüre über eine Auswahl aus gesunden Snacks bis hin zu Teesorten und Bio-Glückskeksen.

Der ganz andere Adventskalender
Letztes Jahr hab ich mal was ganz anderes ausprobiert: einen Adventskalender, bei dem man mit jedem Türchen etwas gutes tut und Hilfsprojekte unterstützt: Jeden Tag eine gute Tat lautet das Motto. Um den Kalender zu erwerben gibt es einen Mindestbetrag, der gespendet werden muss, man kann aber gerne auch mehr geben – denn umso mehr läuft dann in die Projekte. Von Bäumen pflanzen, über sauberes Wasser, bis hin zu Artenschutz, die Säuberung von Flüssen, medizinische Behandlung, Schulbesuche für Kinder, die sonst keine Chance haben. Dieser Kalender gibt mir zwar keine tägliche Schoki-Dosis, dafür aber jede Menge gute Laune.

Dieses Jahr möchte ich wieder was neues testen: einen Adventskalender für mich und meinen Hund. Schnauzbert’s Winterreise nennt er sich und ist für zweisame Momente in der hektischen Zeit im Dezember gedacht. Der Kalender geht allerdings über den gesamten Dezember und endet nicht an Weihnachten. Der Kalende soll die Bindung zwischen Mensch und Tier stärken und gerade an geschäftigen Tagen zweisame Momente des Glücks schaffen. Und für alle, die keinen Hund aber dafür einen Partner haben: so einen Adventskalender gibt es übrigens auch für Paare!

Eine weitere großartige Idee ist ein Hygge-Kalender. Darin findet ihr eine Zusammenstellung aus skandinavischen Rezepten, Bastelideen und kleinen Anregungen zum Glücklichsein und um die gemütliche Seite der Weihnachtszeit zu genießen.

Bis ich für diese Reportage recherchiert habe, war mir nicht bewusst wie groß die Auswahl an schokoladenlosen Adventskalendern in den letzten Jahren gewachsen ist: von Zero-Waste-Kalendern über Saatgut-, Gewürz- und Teekalendern bis hin zu komplett digitalen Adventskalendern mit Sprüchen, Videos, witzigen Memes und Ähnlichem ist alles dabei.
Ich liebe es neue Dinge ausprobieren, es macht so viel Spaß neues kennen zu lernen und wenn man dabei noch was gutes tut oder nachhaltige Produktionen unterstützt, macht mich das noch viel glücklicher.

5. Kerzen sind doch nachhaltig – oder?!

Nichts macht die dunkle Jahreszeit gemütlicher als brennende Kerzen in der Wohnung. Mir war sehr lange nicht bewusst, dass (zumindest die handelsüblichen) Kerzen gar nicht so nachhaltig sind, wie ich dachte. Zum einen wäre da die kleine Menge an CO2, die beim Abbrennen einer Kerze freigesetzt wird; zum anderen die Ressourcen, die bei der Kerzenherstellung ver(sch)wendet werden.

Die meisten unserer Kerzen sind aus Paraffin (Mineralöl), was kein nachwachsender Rohstoff ist oder Palmöl, dessen Gewinnung zur Zerstörung des Regenwaldes beiträgt und viel zu weite Transportwege zu uns zurücklegt. Eine etwas bessere Alternative wären Kerzen aus Sojaöl und Bienenwachs – allerdings gibt es auch bei diesen beiden Ressourcen wieder einen Haken. Bienenwachs ist zwar ein natürlicher, aber leider auch sehr knapper Rohstoff. Steigt die Nachfrage müsste das Wachs importiert werden, was auch wieder zu langen Transportwegen führt, die wir ja vermeiden möchten. Das gleiche gilt für Sojaöl, denn das wird leider ebenfalls importiert.

Die zwei echten ökologischen Alternativen sind leider noch ziemliche Nischenprodukte und müssen daher meistens online geordert werden. Die eine sind Kerzenprodukte aus Rapsöl. So wird immerhin eine regionale Produktion gefördert und sie sind mittlerweile in vielen Bio-Online-Shops zu relativ humanen Preisen erhältlich. Die zweite Alternative, die ich auch direkt getestet habe, sind Kerzen aus Biomasse. Für deren Herstellung werden nachhaltige Rohstoffe, die beispielsweise als Rest- und Abfallfette in der Nahrungsmittelindustrie, Gastronomie und Haushalten anfallen, verwendet. Sie bestehen also buchstäblich aus recyceltem Abfall. Upcycling wie es im Buche steht! Viele von euch fragen sich jetzt bestimmt: stinken die dann nicht? Nein, überhaupt nicht. Sie riechen total neutral und sind auch nicht fleckig oder ähnliches; ganz normale, creme-farbenen Kerzchen. Bis dato gibt es sie leider nur geruchsneutral oder mit Citrus-Duft. Aber ich denke je größer die Nachfrage wird, desto mehr Sorten werden entwickelt. Die Teelichter, die ich getestet habe, brennen genauso lang wie handelsübliche Teelichter. Preislich finde ich sie auch absolut in Ordnung. Kleiner Tipp: besorgt euch vorher kleine Glas-Teelichthalter, denn diese Kerzchen sind natürlich ohne Aluschälchen.

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6. Festessen – Resteessen?

Viele von uns feiern Weihnachten doch relativ groß mit der ganzen Familie – schließlich ist das der perfekte Zeitpunkt um mal alle an den Tisch zu holen, was im Alltagsstress, Entfernung und zwischen Jobs oft schwierig umzusetzen ist. Und gerade bei solchen großen Familienessen kommt es vor, dass wir viel zu viel auftischen und eine Menge übrig bleibt. Egal wie gut das Essen geschmeckt hat, nach 3 Tagen möchte man dann doch mal was anderes. Was also tun? Wie wäre es stattdessen mal mit kreativer Resteverwertung? Macht ein Spiel daraus und erfindet mit den übrig gebliebenen Zutaten ganz neue Gerichte und Kombinationen! Ich finde es gibt nichts besseres als nach einem Raclette am nächsten Tag eine kunterbunte, gemütliche Brotzeit zu haben oder auch einfach alles in einen Topf zu werfen und ein One-Pot-Gericht daraus zu zaubern. Aufläufe sind übrigens auch immer ne super Alternative für übriggebliebenes.

Ganz bewusst auf faire Zutaten setzen
Eine Tradition an Feiertagen sind oft Braten, die klassische Weihnachtsgans und andere Gerichte, die schwer im Magen liegen. Warum ist das so? Wie wäre es direkt mal damit auf Fleisch zu verzichten? Es gibt so viele super leckere Gerichte mit pflanzlichen Zutaten. Es macht so Spaß mal mit anderen Ingredienzien zu kochen und Dinge zu ersetzen. Frikassee, Aufläufe oder veganer Braten – Möglichkeiten gibt es viele. Und wenn man ein bisschen im Netz nach Rezepten gestöbert hat, will man nach diesen ganzen leckeren Bildern am liebsten alles mal ausprobieren.

Möchte man gar nicht auf Fleisch verzichten, gilt auch hier wieder: am Besten regional und Bio kaufen. Gilt auch für Gemüse und Co. Holt euch doch zum großen Fest soweit es anhand der Zutaten möglich ist, alles beim lokalen Bio- oder Hofladen.

7. Es werde Licht! Lichterketten & Co.

LED-Lichterketten ohne Batterien
Festliche Beleuchtung gehört für uns genauso zu Weihnachten wie der Tannenbaum und Geschenke. Beim Thema Nachhaltigkeit wird oft nur an Plastik und Co. gedacht – das Thema Energie wird manchmal etwas vernachlässigt. Gerade in der Weihnachtszeit sind viele Häuser extrem beleuchtet. Klar ist es zauberhaft durchs Winter-Wonderland zu spazieren und dabei vom gemütlichen Strahlen der Lichter überall begleitet zu werden. Aber der Begriff “Festtagsbeleuchtung” bekommt zur Weihnachtszeit oft eine ganz neue Bedeutung, wenn so mancher Nachbar komplett eskaliert und der Vorgarten wie ein kleiner Vergnügungspark beleuchtet wird. Statt herkömmliche Lichterketten kann man ganz easy auf ein LED-Modell umsteigen. Aber bitte auf eins ohne Batterien! Das spart zum einen auf Dauer eine Menge Strom, weil sie viel effizienter gebaut sind als Glühbirnchen, zum anderen haben sie eine weitaus längere Lebensdauer: seltener Austausch bedeutet somit weniger Müll. Abgesehen davon erhitzen sich LEDs nicht, was die Brandgefahr deutlich reduziert – gerade was den Weihnachtsbaum oder LED-Lichterketten vor Stoffen oder Gardinen angeht.

corinna_ZeitschaltuhrZeitschaltuhren verwenden + sparsam beleuchten
Noch mehr Energie kann gespart werden, wenn ihr in Zeitschaltuhren investiert. Die sind heutzutage gar nicht teuer. So kann man die Betriebsdauer der Lichterketten perfekt timen, denn tagsüber sieht man sie schließlich nicht und mitten in der Nacht schlafen die meisten Menschen (inklusive euch selbst), also kann die schönen Lichter niemand bewundern und letztendlich verschwendet man so nur Energie.

Der einfachste und praktikabelste Tipp kommt zum Schluss: einfach etwas sparsamer beleuchten. Man braucht nicht an jedem Fenster eine Lichterkette oder einen Stern. Auch der ganze Garten muss nicht in einem hellen Lichtermeer baden. Wie ist das denn bei der Deko oder Accessoires? Lieber Akzente setzen, statt alles zu überladen, damit erzielt man eine viel schönere Wirkung!

 

 


Text & Fotos:

Corinna Meister
Instagram: jetztgibtsbeef_fotografie
www.jetztgibtsbeef.de


Foto: pixabay / geralt

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