Traditionen und Brauchtum im Passauer Land

passau

Bayern und Brauchtum – das gehört zusammen. Nicht nur Einheimische erfreuen sich an den alten Sitten und Gebräuchen. Auch viele Besucher fühlen sich vom speziellen Lokalkolorit und den traditionsreichen Veranstaltungen angezogen.

Pferde-Wallfahrt und Perchtenlauf

Weit über die Region hinaus bekannt sind beispielsweise die Leonhardiumzüge im Passauer Land. Mit der prächtigen Pferde-Wallfahrt wird der heilige Leonhard von Limoges geehrt, Nothelfer und Schutzpatron für das Vieh. In Grongörgen bei Haarbach beispielsweise findet die Mischung aus Pferdesegnung und buntem Spektakel am letzten Oktoberwochenende statt. Zahlreiche Reiter und Gespanne nehmen an diesem Umritt vor der Kulisse der schönen Wallfahrtskirche St. Gregor teil. Die Wägen mit ihren eisenbereiften Holzrädern sind zum Teil bis 80 Jahre alt, liebevoll gepflegt und detailreich verziert. Bereits am Vorabend wird dieses Ereignis mit einer Lichterprozession gefeiert. Unter www.passauer-land.de kann man sich informieren, wo die Leonhardiumzüge in der Region stattfinden.
Eine weitere traditionsreiche Veranstaltung stammt aus früheren Zeiten, in denen die Menschen in eisigen Winternächten um Nahrung, Wärme und Licht bangten. Wenn dann der Wind um die Häuser fauchte, glaubte man, das sei die Göttin Percht, die hier ihr Unwesen treibt. Im Gedenken an sie ziehen in den sogenannten Raunächten (25. Dezember bis 6. Januar) in vielen Orten Gestalten in schaurigen Masken durch die Gassen und begeistern die Zuschauer mit ihren hohen Sprüngen und lauten Juchzern. Der „Perchtenlauf“ wird von Trommelwirbel, Glockengeläut und lautem Gesang begleitet und soll die bösen Geister vertreiben.

Traditionsreiches Drescherfest

Ein Blick zurück in alte Zeiten und zu einem traditionsreichen Gewerbe erlaubt das Webereimuseum Breitenberg. In dem alten bäuerlichen Anwesen sind farbenfroh bemalte Bauernmöbel zu sehen, außerdem Gerätschaften und Erzeugnissen aus den Bereichen der Weberei, Flachsverarbeitung, Färberei und des Blaudrucks. An verschiedenen Webstühlen wird sogar noch gearbeitet. Auf dem Museumsgelände werden außerdem Flachs und alte Getreidesorten angebaut. Höhepunkt des Museumsjahres in Breitenberg ist das Drescherfest am 2. September. Hier erfahren die Besucher, wie das Korn früher von Hand gedroschen wurde.

Teilen: